Lost Places Staffel 5
Hier finden Sie alle Episoden der 5. Staffel von der Doku Lost Places
Die Asbestmine
Über Jahrzehnte hinweg wird in Swasiland Asbest abgebaut. Die Mine ist der damals größte Arbeitgeber im südafrikanischen Binnenstaat, bis zu 40.000 Tonnen des giftigen Materials werden pro Jahr exportiert. Die gesundheitlichen Folgen für die Arbeiter sind fatal. Seit 2001 steht die Mine leer. Außerdem in dieser Folge: die Brotfabrik des Konzentrationslagers Sachsenhausen, die überflutete Ruinenstadt St. Thomas in Nevada und die Forts von Karosta, einst Stützpunkt der Russischen Ostseeflotte.
Operation Walküre
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann das Wettrüsten zwischen USA und UdSSR mit atomaren Raketen. In dieser Zeit versuchten beide Seiten ihre nukleare Technik zu verbessern, um für einen möglichen Angriff gewappnet zu sein. Die Amerikaner bauten hunderte geheime Anlagen über das ganze Land verteilt. Eine davon steht auf der Larson Airbase im Bundesstaat Washington und verrottet heute im Wasser: das Titan-Eins Raketensilo. Die gigantische Anlage steht symbolisch für die Schrecken des Kalten Krieges.
Schweres Wasser
Im Jahr 1943 dringen norwegische Spezialkräfte unbemerkt in das abgelegene Kraftwerk von Vemork ein und jagen eine Produktionsanlage der deutschen Besatzer für schweres Wasser in die Luft. Operation Gunnerside war ein massiver Schlag gegen Hitlers Atomwaffenprogramm - und womöglich kriegsentscheidend. Außerdem: die kurze Blütezeit des kalifornischen Saltonsees, Papillons Teufelsinsel in Französisch-Guayana und die bewegte Geschichte eines Truppenübungsplatzes in den Wäldern Tschechiens.
Geheime Atomwaffen
Im Nordwesten Polens, rund 150 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, verbirgt sich im Wald ein verlassener Gebäudekomplex - der Bunker von Podborsko. Er ist Teil eines riesigen Netzwerks aus unterirdischen militärischen Einrichtungen. Überall sind Gitter und Luftschlitze, die auf ein Belüftungssystem hinweisen. Die Anlage wurde sehr wahrscheinlich gebaut, um dort taktische Atomwaffen zu lagern. Außerdem: Die südafrikanische Geisterstadt Pilgrim's Rest und die Willamette Falls in Oregon.
Die Leprakolonie
An den Ufern des Autauga Creek in Alabama stehen die Überreste eines geschichtsträchtigen Bauwerks. Der Unternehmer Daniel Pratt stellte auf diesem verlassenen Fabrikgelände in den Dreißigerjahren des 19. Jahrhunderts Maschinen zur Baumwollproduktion her. Sie waren damals eine Revolution, da sie die Samen automatisch von der Wolle trennten. So konnte Baumwolle im großen Stil exportiert werden. Doch damit verbreitete sich auch die Sklaverei rasant, während die USA zur Wirtschaftsmacht aufstiegen.
Festung im Sumpf
Südlich von New Orleans erheben sich aus den Sümpfen Louisianas die Mauern eines militärischen Bollwerks. Fort Jackson wurde nach dem Vorbild europäischer Festungen errichtet, um im Krieg von 1812 mit Kanonenfeuer britische Kriegsschiffe zu zerstören, die über den Mississippi ins Landesinnere einzudringen versuchten. 50 Jahre später wurde die Anlage zum Schauplatz einer wichtigen Schlacht im Sezessionskrieg. Außerdem: Das walisische Spukschloss Gwrych Castle und der U-Boot-Hafen von Lorient.
Grauen hinter Gittern
Das West Virginia State Penitentiary ist eines der berüchtigsten Gefängnisse in der Geschichte der USA. Hier saßen die gefährlichsten Straftäter ein. Doch die steigende Verbrechensrate im 20. Jahrhundert führte zu einer Überbelegung der Haftanstalt: Ausgelegt für einige hundert Insassen waren hier mehr als zweitausend Menschen eingesperrt. Die Folge waren brutale Gewaltausbrüche. Außerdem in dieser Folge: eine verfallene Kunsthochschule auf Kuba, in Auftrag gegeben von Fidel Castro.
Der Hellfire Club
Tu, was du willst lautete das Motto des im 18. Jahrhundert gegründeten Hellfire Clubs, einer Geheimgesellschaft angesehener Vertreter der britischen Upper Class. Bei ihren Zusammenkünften frönten die Männer hemmungslos verbotenen heidnischen Ritualen, okkulten Praktiken und sexuellen Ausschweifungen mit Prostituierten. Das Zentrum ihrer Aktivitäten war ein 400 Meter langes Höhlensystem in West Wycombe. Außerdem: Die unglaubliche Geschichte des legendären albanischen Partisanendorfes Tragjas.